Re:Frage an die Allgemeinheit - 08/03/2006 23:50Ich muss Dir recht geben , Lektion 6 verlangt tatsächlich etwas mehr Aufmerksamkeit. Wenn man aber den Grundton gut raushören kann, geht der Rest wie von selbst. Man darf sich von den Sekunden nicht zu sehr ärgern lassen, sonst wird man verwirrt und hört u.U. den falschen Grundton.
Übrigens sind die Übungen für die Gitarre nur dann von deutlich unterschiedlichem Schwierigkeitsgrad, wenn man blind spielt und raten will. Das geht eben auf der Gitarre etwas leichter da man mehr Körperkontakt hat und so besser schätzen kann.
Jetzt mach aber ich nochmal die sechste Lektion treu nach dem Motto: "Wer das Gis hat , hat die Kunst. Wer das Fis hat, hat die himmlische Welt!"
Bei welchen Tönen seid ihr eigentlich am stärksten?
Also ich höre das F,Fis,G,A,d und das eb am deutlichsten.Wenn ich diese Töne singe liege ich zu über 90%richtig.
Das Gis und ais, vor allem wenn ich viel in den entsprechenden Tonarten spiele, kann ich auch immer öfter , aber noch nicht zu 100%.
Da ich das A gut beherrsche schalte sich beim Ais leicht das RG ein. Zählt das auch als AG?-den Halbtonschritt kann man ja schnell dazu addieren, dauert keine zehntel Sek. Ahnliches gilt fürs Gis(vom G aus)
Habt ihr Assoziationen zum B,c und cis(scharf, weich etc.)? Würd mich einfach mal interessieren.
Mich wundert ich das eb so schnell lernen konnte, obwohl ich eher selten in dieser Tonart spiele(vielleicht ist dies ein Zeichen, dass ich es müßte)
Grüße
Post geändert von: Volker, am: 08/03/2006 23:52
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Re:Frage an die Allgemeinheit - 09/03/2006 05:32Tja, welche Töne kann ich am besten... Das ist bei mir ganz stark tagesformabhängig und auch davon, ob ich sie singen oder erkennen soll. Singen geht erstaunlicherweise meist besser als erkennen!
Das Eb ist auch für mich relativ leicht, genau wie das F#. Deshalb wird im Kurs von David-Lucas Burge wohl auch mit diesen beiden Tönen angefangen, auch weil das Eb sehr weich klingt, dagegen das F# scharf und vibrierend. Das empfinde ich genau wie dort beschrieben.
Alle anderen Töne sind ein wenig zwischen diesen beiden Extremen: Bb ist ebenfalls weich, aber mit einem ganz charakteristischen Klang, Ab (bzw. G#) auch ziemlich weich, aber irgendwie nichtssagend... C# klingt scharf und ein wenig brillant. So, jetzt haben wir alle schwarzen Tasten, die fallen mir irgendwie leichter als die weißen (abgesehen vom Ab), keine Ahnung warum... Das C ist aber auch nicht so schwer und klingt "rund", weder scharf noch weich. Dagegen ist das D ein wenig "würzig", das E ziemlich hart, F etwas weicher als das C und das G finde ich auf gewisse Weise "freundlich". A hat auch eine gewisse Härte, ist dabei aber brillanter als das E und das H schließlich klingt ein wenig scharf, aber nicht so wie das F#.
Das ist wirklich nicht leicht in Worten zu beschreiben und ich habe bei einigen Tönen länger überlegt, wie man den Klang umschreiben kann. Man kann es auch nicht so deutlich in unterschiedlichen Beschreibungen ausdrücken, dass man den Ton jeweils eindeutig erkennen könnte - das wäre ja einfach!
Wie empfindet ihr die Klangfarben? Wenn David-Lucas Burge Recht hat, müsste es bei allen ähnlich sein, also irgendwie eine allgemein identische Wahrnehmung wie bei Farben - wobei man eigentlich bei Farben ja denselben Empfindungs-Vergleich machen müsste, denn wer weiß, ob andere Menschen Rot genauso sehen wie ich oder nicht vielleicht als Gelb bzw. umgekehrt...
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Rick
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Re:Lektion 5 - 26/05/2006 03:36Nun habe ich mir auch schon vor längerer Zeit diesen AP Course angehört, glaube bis zur CD 4 und es war leider sehr langatmig. Herr Burge erzählte stets das gleiche und erst dieses Forum ermuntert mich wieder etwas zu üben. Wenn man ein durchschnittlicher Musiker ist, mit guter Stimme, wie lang sollte man brauchen um wenigsten ersteinmal 1 Ton ohne Hilfsmittel abs. singen zu können? Ich frage mich die ganze Zeit, womit ich anfangen soll!? Also womit?
Danke Rick
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Re:Lektion 5 - 26/05/2006 05:36Dann poste ich hier einfach mal meine Mail an dich von heute morgen und hänge unten noch einen Absatz dran. Danke, dass du meiner Anregung, die Diskussion ins Forum zu verlagern, gefolgt bist!
Ja, es stimmt schon, dass Herr Burge ziemlich viele Worte macht. Zuerst habe ich auch gedacht, dass es eine Fehlinvestition ist, aber wenn man sich auf seine "Gehirnwäsche" einlässt, geht es langsam aber sicher voran (bei mir zumindest).
> Rein logisch gesehen besteht nach gleichschwebender Temperatur, kein > Unterschied zw. fis und es (bis auf die Frequenz). Das stimmt natürlich, aber gerade diese beiden Töne klingen wirklich besonders unterschiedlich, weshalb sie ja auch als erstes Beispiel gebracht werden. Es ist nur ein ganz feiner Unterschied, den zu hören man aber trainieren kann. Ich habe ihn zuerst auch nur ganz vage wahrgenommen und mit der Zeit wird es deutlicher, das gleiche gilt für die anderen Töne. Besonders wichtig ist, dass man nicht versucht, wie beim Training des relativen Gehörs intellektuell an die Sache heranzugehen, sondern einfach nur ganz entspannt auf die Klänge und in die Töne hineinhört. Deshalb ist die "Eartraining Meditation" von Burge wirklich eine gute Sache, auch wenn ich das zuerst ziemlich bescheuert fand.
> Kann es sein, dass man dann nur ein Instrumentenabhängiges abs. Gehör > sitzt, wenn man die "nur die Klangfarben" eines Instrumentes erlernt hat? Instrumenten-Klangfarbe und Tonhöhen-Klangfarbe beeinflussen sich leicht gegenseitig. Deshalb erkenne ich Klaviertöne recht gut, während andere Instrumente und vor allem Gesang noch problematisch sind.
Ich kann von mir selbst natürlich nicht verallgemeinern, da ich aber exakt die gleichen Hörerfahrungen mache, von denen David-Lucas Burge spricht (abgesehen davon, dass ich viel langsamer vorankomme, als er es prognostiziert, aber vielleicht bin ich auch nur nicht konsequent genug), nehme ich ihn einfach mal so wortreich hin, wie er ist und arbeite den Kurs durch. Die meiste Zeit höre ich ja sowieso nicht die CDs, sondern mache die praktischen Übungen.
Fazit: Es geht langsam voran und auch keinesfalls so, dass man zuerst einen bestimmten Ton erkennen oder singen kann. Der erste Schritt ist, überhaupt zu erkennen und zu hören, dass die Töne unterschiedliche eigene Klangfarben haben, auch wenn man noch nicht heraushört, um welchen Ton es sich jeweils handelt.
So, jetzt habe ich schon fast so lang wie David-Lucas Burge geschwafelt...
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Rick
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Re:Lektion 5 - 29/05/2006 07:25Nun ist dummerweise mein Hauptinstrument, ein zwar relativ gutes E-Piano, aber eben ein EEEE-Piano. Finanzielle Mittel gibts nich für ein Klavier. Somit stellt sich für die Frage, ob diese gesampelten, oder im schlimmsten Falle generierten Klänge, diese Unterschiede auch aufweisen. Sollten sie gesampelt sein, wird das wohl so sein. Aber bei komplett generierten?
Und eine zweite Frage kommt für mich immer und immerwieder auf: Wie fange ich an? Ich saß vor dem Piano, auch vor meiner Gitarre und versuchte eben ersteinmal nur auf die Töne Es und Fis zu hören. Aber was soll ich hören? Ich weiß auch, dass sich her Burge sehr schwer tut mit konkreten Antworten auf solche Fragen. Doch ich glaube dieses Forum kann Aufschluss geben, über einen guten Einstieg...somit bitte ich um Antworten
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Re:Lektion 5 - 29/05/2006 21:42Das mit dem E-Piano sollte überhaupt kein Problem sein, da der Unterschied der Ton-Klangfarbe ja eben nicht am Instrument, sondern an der Tonhöhe liegt und wenn du das E-Piano gewöhnt bist, ist das genauso geeignet.
Dass Herr Burge recht unkonkret bleibt, liegt nicht nur an seiner Langatmigkeit, sondern hauptsächlich daran, dass man den Unterschied wirklich hören muss, indem man die Töne ganz entspannt auf sich wirken lässt. Und da klingen Fis und Es wirklich unterschiedlich, wie alle anderen auch (die beiden aber ganz besonders, warum auch immer). Wenn man's zuerst nicht hört, einfach entmutigen lassen, mit der Zeit kommt das Gespür für die Töne, aber nicht vergessen: Mit Anstrengung und purer Konzentration wird es nichts, es ist ein Gefühl!
Jetzt war ich genauso unkonkret wie Herr Burge, aber so ist es nunmal...
Viel Erfolg noch, Wolfram
P.S.: Vielleicht kann ja jemand anderes auch noch seine Erfahrungen hier schreiben...Betreiber von www.gehoerbildung.com
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