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Lektion 9 - 25/03/2006 19:46 Vorbemerkung: In dieser Lektion Sieze ich wieder hemmungslos, weil das bei einem deutschen Kurs wohl auch so wäre... Das soll natürlich nicht für die Kommunikation im Forum untereinander gelten!

Fragen und Antworten:

? Ich erkenne die gleichzeitig gespielten Töne, aber nicht ihre Reihenfolge.
! Übt man mit Partner/in, sollte er/sie in einem solchen Fall nicht "falsch" sagen, sondern "richtige Noten, falsche Reihenfolge", denn man hat ja die richtigen Ton-Klangfarben erkannt. Zur richtigen Reihenfolge ist es dann nur noch ein kleiner Schritt.

? Wann ist die beste Zeit zum Üben?
! Am besten übt man, wenn man sich frisch fühlt, also z. B. morgens. Man sitzt gerade, kann die Augen schließen und sollte insgesamt sehr aufmerksam aber unangestrengt sein.

Übungen:
Solo-Piano:

Wir arbeiten in dieser Lektion mit weißen Sexten, also C-A, D-H, G-E, etc. Zwischen den gedrückten Tasten liegen also immer vier weiße Tasten, die ungedrückt bleiben. Wir greifen einfach blind und machen keinen Unterschied zwischen großen und kleinen Sexten.

Wie in Lektion 8 mit den Terzen gibt es diese Übung in drei Varianten:

1. Aufsteigende Sexten (nacheinander gespielt)
2. Absteigende Sexten (nacheinander gespielt)
3. Harmonische Sexten (gleichzeitig gespielt)

Für alle drei Übungen gilt: Mit einer Überprüfungsrunde von 20 fehlerlosen Sexten nacheinander hat man bestanden und kann weitergehen.

Sollte man versehentlich ein falsches Intervall greifen, ist das kein Problem, denn Sexten haben einen charakteristischen harmonischen Klang und man merkt einen solchen Fehler in der Regel sofort. Wie immer ist es wichtig, langsam voranzugehen, genau zu hören, und vor allem Fehler zu korrigieren, indem man die falsch erkannten Töne in aller Ruhe mit den richtigen vergleicht und verinnerlicht. Viel wichtiger als eine schnell bestandene Überprüfungsrunde ist hierbei, dass man sich bei der Übung sicher und wohl fühlt und den Aufmerksamkeitslevel beim Hören stets hoch hält.

Ohr-Meditation:

Wir nehmen zur Übung aus Lektion 8 das G dazu (E für Gitarristen).

Solo-Gitarristen:

Wie haben Sie in der letzten Lektion die Töne genannt, nachdem die Gitarre mit den Kapodaster auf F gestimmt wurde? F, Bb, Eb, Ab, C und F? Oder vielleicht statt Bb, Eb und Ab A#, D# und G#? Das ist vom Klang her natürlich auch richtig, aber die korrekte Bezeichnung ist die mit den Bs. Detailliert erläutert wird das im Kurs für relatives Gehör, aber man sollte auf jeden Fall wissen, dass wenn man von E einen Halbton zum F geht, aus dem A ein Bb und kein A# wird. Auch wenn dieses Buchstabieren der Notennamen nur eine Konvention ist, die mit der Musik an sich wenig zu tun hat, bietet das einen Rahmen, der alles logisch zusammenhält und auf diese Art wieder beim Hören hilft.

Jetzt stimmen wir die Gitarre mit dem Kapodaster auf A, die Leersaiten sind also A-D-G-C-E-A. Lassen sich die Saiten jetzt wegen des gitarrentypischen Musters genauso leicht erkennen wie vorher? Sie klingen auf jeden Fall etwas anders als ohne Kapo und darauf wollen wir jetzt näher und genau hinhören.

Eine einfache Übung, die aber auf ihre Art eine Herausforderung ist: Man spielt einen A-Dur-Akkord und dann einen beliebigen Ton, der zu erkennen ist. Zuerst ist das sehr schwer, aber im Laufe der Zeit bekommt jeder Ton eine Beziehung zu A-Dur. Bis das erreicht wird, ist einiges an Hören erforderlich, nehmen Sie sich die dafür erforderliche Zeit! Bei Fehlern sollte man den eigentlich richtigen und den falsch erkannten Ton genau und gründlich anhören, jeweils mit dem A-Dur-Akkord dazwischen, bis der Unterschied verinnerlicht ist. Der Einwand, dass dies nichts mit absolutem Gehör zu tun hat, sondern einfach nur relatives Gehör ist, ist berechtigt, aber es geht in erster Linie darum, ein Gefühl für A-Dur zu bekommen und bei diesen Übungen das Ohr quasi zu massieren und auf weitere Schritte vorzubereiten. Das Farbenhören wird kultiviert und unterschwellig passiert sehr viel mehr als man meint!

Bei dieser Übung sind zwei Überprüfungsrunden von jeweils 20 fehlerlos nacheinander erkannten Tönen erforderlich.

Team:

Zu Anfang, als die Übung nur aus den Tönen C-D-E bestand, war beim C eine Art Heimatgefühl. Dann, als in der letzten Lektion das F dazugenommen wurde, änderte sich das und die Töne wurden irgendwie vom F angezogen, das die Rolle der Heimat übernahm. Ist Ihnen das auch aufgefallen? Beim F war eine Art Entspannung zu spüren. In dieser Lektion nehmen wir das G dazu und dadurch wird wieder das C zur Heimat! Je weiter wir mit den Übungen fortschreiten, desto mehr wird dieses Heimatgefühl aufgebrochen, bis nachher jeder Ton für sich selbst steht. Diese Übungen sind also nur dazu da, das Ohr zu überlisten und bisher schlafende Talente zu wecken!

Haben Sie schon bemerkt, dass sich durch die letzten Übungen bei Ihrem Hören eine gewisse Extra-Schärfe herausbildet? Das Ohr entwickelt sich zwar nur langsam aber diese Entwicklung betrifft jeden Bereich des Hörens! Mir passiert es ab und zu, dass mich jemand nach Jahren anruft und ich bin immer wieder erstaunt, dass ich mich an die Stimme so gut wie immer erinnern kann und sofort weiß, wer es ist. Das ist eine Folge des Ohrtrainings! Das Ohr kann gar nicht anders, als Schritt für Schritt mehr und mehr Klarheit in der Wahrnehmung zu bekommen.

Wie schon gesagt, nehmen wir also das G zur Übung aus Lektion 8 dazu, Gitarristen entsprechend das E.

Post geändert von: admin, am: 27/03/2006 07:24
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Re:Lektion 9 - 26/03/2006 22:17 Guten Tag Wolfram,

darf ich dich darauf aufmerksam machen, dass du für die Gitarrenmeditation unterschiedliche Töne angegeben hast.

Die Übung für Gitarre ist ja wirklich super!

Für alle die es interessiert. Oktaviert man die Zeit, die die Venus für einen kompleten Umlauf der Sonne braucht(Ein Jahr auf der Venus dauert 224,7 Tage) 32 mal erhält man ein A(221,2Hz)..
.

Wer solche "kosmischen Zusammenhänge" interessant findet, oder wer Farben und Töne aufgrund des Prinzips der Oktave verbinden will(z.B.: Erdtag = 24h = oktaviert Ton G = weiter oktaviert Farbe orange/rot) sollte mal den Mathematiker Cousto oder den von mir schon erwähnten Musikredakteur Joachim Ernst Behrend googeln. Man muß allerdings einiges aushalten können, weil sich diverse "Esotucken" parasitär an diesen Erkenntnissen, die von den beiden oben genannten wissenschaftlich untersucht wurden, bereichern wollen.

Post geändert von: Volker, am: 28/03/2006 05:05
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Re:Lektion 9 - 27/03/2006 07:28 Oh, sorry... Habe das D jetzt zum E geändert, wie es sein sollte! Schön, dass die Gitarrenübungen offensichtlich auch gut sind!

Viel Spaß noch beim Üben,
Wolfram
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Re:Lektion 9 - 28/03/2006 05:32 Jetz mach ich dich mal auf einen Fehler aufmerksam und mache sofort danach selber einen.

Für alle die den vorigen Post gelesen haben, ich mußte ihn etwas ändern, da meine Frequenzdaten nicht genau stimmten.

Auf
http://www.planetware.de/tune_in/Frequenz.htmlgibt es mehr Informationen dazu.

Der Herr Cousto hat sogar versucht Moleküle zu vertonen, indem er sozusagen deren Spektralanalyse oktaviert hat(Laienhaft ausgedrückt). Er hat auf der Seite große pdf doc. in denen er dies und anderes auf mathematisch ansprechendem Niveau erklärt. Er gibt auch viele Infos für Effektgeräte(Loopzeiten...),Keybords usw. sowie für alle stimmbaren Instrumente und erklärt wie man den Makro und Mikrokosmos hörbar machen kann/könnte. Unter anderem gibt es auch einen Ton für THC(Cannabis).
Wenn ich kiffen würde, würde ich also spätestens jetzt aufhören und mir lieber diese Töne anhören(reinziehen).

Eventuell werde ich bald mal einen eigenen Thread zu dem Thema " Das Wunder der Oktave" eröffnen.

Viva la independencia!

Schöne Grüße ans immer größer und aktiver werdende Forum!

Ach ja, ich distanziere mich zu den Inhalten des Links.(rein rechtlich)

Post geändert von: Volker, am: 28/03/2006 05:34

Post geändert von: Volker, am: 28/03/2006 05:36

Post geändert von: Volker, am: 28/03/2006 05:37
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Re:Lektion 9 - 28/03/2006 07:20 Ja, mach' ruhig ein eigenes Thema dafür auf Ich selbst glaube zwar in keiner Weise an solche Zusammenhänge, auch die Seite von planetware.de hat mich nicht überzeugt, aber meine persönliche Meinung ist natürlich auch subjektiv...

Wolfram
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Re:Lektion 9 - 02/04/2006 04:12 Kann ich gut verstehen, ich glaube auch nicht daran. Meine Erfahrungen sprechen aber bisher dafür, dass es gewisse Zusammenhänge gibt. Na ja, ist vieleicht auch einfach eine gute Einbildungskraft meinerseits.Es macht auf jedenfall Spaß sich damit zu beschäftigen.
Die Seite von Planetware find ich insgesamt auch nicht so toll, sie hat aber viele interessante Infos. Vermutlich ist es der kommerziele Gedanke , der hier das Bild verzerrt und das Niveau(außer in den pdf Dateien der Seiten) oft niedrig und schlecht hält.
Man muß die Rosinen selber rauspicken und die Erfahrung kommt ja erst wenn man diese oktavierten spziellen Frequenzen meditiert- eigentlich so ähnlich wie bei den Tonmeditationen. Als Gitarrist kann man sich natürlich auch problemlos verschiedene Stimmungen auf die Gitarre legen, die dann klanglich ansprechender sind als diese trockenen Synthi-Töne der Seite.



Wird eigentlich bei den Gitarrenübungen darauf eingegangen, dass recht viele das Griffbrett so gut kennen, dass sie den Ton selbst blind mindesten auf eine große Sekunde bis Prime genau schätzen können, nur rein taktil? Besonders natürlich wenn man ein Kapo benutzt und sich die Anzahl der möglichen Töne veringert. Das führt zur nächsten Frage- ist ab einem bestimmten Grad der Hörfähigkeit ein Übungspartner unumgänglich?

Grüße
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