Zwischenbericht - 26/05/2006 00:06Ich bin jetzt bald 3 Monate mit dem Kurs von DLB beschäftigt und wollte einmal zusammenfassen, wie es mir so ergangen ist.
Ich bin mittlerweile bei Lektion 14. Die vorigen habe ich allerdings nicht alle perfekt abgeschlossen. Das mit den schwarzen Tasten habe ich noch nicht so ernst genommen, das hole ich jetzt allerdings nach. Manchmal gab ich mich auch mit z.B. 18 richtigen zufrieden, etc.
Durch die ersten Soloübungen hab ich mich mit viel relativem Gehör gemogelt, aber ich hab trotzdem berücksichtig auf die Farben zu hören. Ich war beruhigt zu hören, dass sowas wie das "relative perfect pitch" total normal ist, also hab ich nichts falsch gemacht. Mir sind auch bestimmte Töne aufgefallen, die eine besondere Klangfarbe. Das C und D zum Bespiel sticht mir immerhin an meinem eigenen Instrument immer (!) ins Ohr. Mittlerweile kann ich nach dem aufstehen an mein Klavier gehen und irgendeine weiße Taste drücken und ich weiß, welche es ist. Bei den schwarzen haperts noch, aber die wurden ja bis Lektion 12 vernachlässigt. Wenn ich allerdings die schwarzen so gut beherrsche wie die weißen, dann bin ich dem Absoluten Gehör wieder ein ordentliches Stück weitergekommen. Wenn ich lange schwarze tasten übe und wieder eine weiße Spiele, dann liege ich auch so gut wie immer richtig. Andersrum ist es wie gesagt noch nicht so gut (sowas wird ja in Lektion 14 gefordert) aber ich bin optimistisch!
Zwischendurch habe ich auch mit meiner Mutter die Teamübungen geübt, aber da ich auf sie angewiesen ist und sie nicht jeden Tag Zeit hatte, bin ich zu den Soloübungen zurückgekehrt.
Ich hatte Angst, auch wenn Burge immer von anderem überzeugt war, dass ich nur auf dem eigenen Instrument dieses Klänge bemerke, da ich daran ja schon mein ganzes Leben spiele und den Klang kenne. Es könnte einen eigentlich wundern, warum man an seinem eigenen Instrument nicht schon alleine Absolutes Gehör entwickelt, wenn man es so lange spielt. Auf jeden Fall habe ich einmal mit meiner Stimmpfeife für Gitarre auch am morgen, also ohne Referenzton einen zufälligen Ton gespielt und gleich richtig geraten. Es geht voran!
Auch sonst ist mein Gehör besser geworden. Relatives hören fällt mir einfacher (als ich Gehörübungen mit meinem Lehrer gemacht habe, wusste ich z.B. zufällig hin und wieder, wie eine Taste heißt - nur über das "relative perfect pitch".
Alles in allem bin ich nach der Euphorie am Anfang, auf die ein großes tief mit wenig Vortschritten folgte wieder zu einer sehr optimistschen Einstellung dem Kurs gegenüber zurückgekehrt. Ich hoffe, dass ich in weiteren 3 Monaten fertig sein könnte.
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Nicki
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Re:Zwischenbericht - 05/06/2006 20:05Ich komm gerade von einer mehrtägigen Reise und konnte nicht üben, aber hatte vorhin dann doch Fortschritte gemacht.
Mein Größtes Erfolgserlebnis war, dass ich gehört hatte, dass ein altes verstimmtes Klavier in unserer Penson genau einen Halbtonschritt zu tief gestimmt war. Ein C klang also wie ein H. Ich habe es dann mit einem Stimmgerät nachgeprüft und ich hatte Recht! Bisher mein größtes Erfolgserlebnis.
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Anny
Besucher
Re:Zwischenbericht - 19/06/2006 21:30Mal ne Frage: was motiviert einen halbwegs vernünftigen Menschen dazu, sich ein absolutes Gehör "antrainieren" zu wollen??? ich muss sagen, ich merke da fast nur Nachteile (z.B. im Chor, wenn wir mal wieder ne Terz gesackt sind (was snatürlich keiner merkt außer mir, höchstsens an meinem Schmerz verzerrten Gesicht ^^) oder noch schlimmer, wenn der Chorleiter in der Generalprobe sagt "das ist ja viel zu hoch, das singen wir jetzt n Halbton tiefer...") oder wenn n Klavier verstimmt ist oder wenn sich irgend so n Spacken erlaubt, ne billige Cover-Version von einem x-beliebigen Lied zu machen und dann noch im falschen Ton!! (besonders dumm dann, wenn ich das Original nach der Kopie hör und das dann für falsch halte...) Komischerweise stört mich transponieren abwärts mehr als aufwärts... naja, so viel von meiner Seite... ich mach mich da immer ziemlich unbeliebt mit im Chor oder im Ensemble... Das einzig gute an der Sache ist, dass ich mir das Geld für ne Stimmgabel sparen kann und das Gefühl, wenn mir irgendjemand was vorsingt und fragt, was das für n Ton ist
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Anny
Besucher
Re:Zwischenbericht - 19/06/2006 21:31Mal ne Frage: was motiviert einen halbwegs vernünftigen Menschen dazu, sich ein absolutes Gehör "antrainieren" zu wollen??? ich muss sagen, ich merke da fast nur Nachteile (z.B. im Chor, wenn wir mal wieder ne Terz gesackt sind (was snatürlich keiner merkt außer mir, höchstsens an meinem Schmerz verzerrten Gesicht ^^) oder noch schlimmer, wenn der Chorleiter in der Generalprobe sagt "das ist ja viel zu hoch, das singen wir jetzt n Halbton tiefer...") oder wenn n Klavier verstimmt ist oder wenn sich irgend so n Spacken erlaubt, ne billige Cover-Version von einem x-beliebigen Lied zu machen und dann noch im falschen Ton!! (besonders dumm dann, wenn ich das Original nach der Kopie hör und das dann für falsch halte...) Komischerweise stört mich transponieren abwärts mehr als aufwärts... naja, so viel von meiner Seite... ich mach mich da immer ziemlich unbeliebt mit im Chor oder im Ensemble... Das einzig gute an der Sache ist, dass ich mir das Geld für ne Stimmgabel sparen kann und das Gefühl, wenn mir irgendjemand was vorsingt und fragt, was das für n Ton ist
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admin
Admin Admin
Re:Zwischenbericht - 21/06/2006 09:27Gar nicht so unberechtigt deine Anmerkungen... Ich bin zwar noch nicht ganz so sicher beim absoluten Hören, aber es wird immer besser, und insofern hoffe ich, dazu schon qualifiziert etwas sagen zu können.
Mit einem Klavier, das mehr als ein bisschen zu tief ist, habe ich auch meine Probleme, keine Frage, weil es zwischen Spielen und Hören einen Unterschied gibt, es also einfach nicht passt. Aber wann spielt man schon mal auf einem Klavier, das mehr als z. B. 1/8 Ton zu tief ist? Dagegen kann ich mich beim Chor gut auf andere Tonhöhen einstellen. Ich merke zwar, wenn wir sinken, aber das nimmt mein Gehör mehr oder weniger klaglos hin, vielleicht aus Gewohnheit... Wenn wir in komplett anderer Tonhöhe anfangen, muss ich innerlich transponieren, damit die Töne sich richtig anhören, das ist zumindest für mich auch kein Problem.
Es gibt aber auch Vorteile und da würde ich als den entscheidenden ansehen, dass jeder Ton einen ganz eigenen, individuellen Klang bekommt, ähnlich wie unterschiedliche Farben. Musik klingt mit absolutem Gehör also viel bunter und farbenfroher, während Menschen, die nur relativ hören, alles eher wie schwarz-weiss hören. Diesen Unterschied kann man natürlich nur wirklich erleben, wenn man das absolute Gehör trainiert und langsam die Farbigkeit erkennt. Ich bin sicher, wenn du dein absolutes Gehör abschalten könntest und den Unterschied hören, würdest du es sofort wieder aktivieren!
Ein weiterer Vorteil ist natürlich, dass man Töne einfach schneller erkennt als beim relativen Hören. Relativ höre ich eigentlich ziemlich gut, aber das Gehirn muss beim Erkennen von Tönen anhand des Intervalls immer zwei Schritte berechnen, auch wenn man es so automatisiert hat, dass man nicht mehr merkt, wie zuerst das Intervall und dann der daraus folgende Ton ermittelt wird. Absolut wird das einfach abgekürzt und wenn man dazu noch ein gutes relatives Gehör hat, ergänzen sich beide so, dass man noch sicherer beim Hören wird.
War auf jeden Fall interessant, mal eine ganz andere Sicht der Dinge hier zu lesen. Vielen Dank an Anny!
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Nicki
Mitglied Expert Boarder
Re:Zwischenbericht - 21/06/2006 20:24Also für mich gibt es zwei Gründe, die mich motivieren: zum einen möchte ich Stücke, die ich irgendwo höre gleich ziemlich genau nachspielen können und zum anderen möchte ich als Komponist auch schon im Kopf Stücke komponieren, die gleich in bestimmten Gesangslagen liegen und genau im Tonumfang eines Instruments liegen. So kann ich dann immer wenn ich spazieren gehe, wie Mozart komponieren und am Abend alles aufschreiben.
Ich bin übrigens gerade bei Lektion 18. Ich wundere mich, dass ich so schnell voranschreite. Ich hab ja bald fast unseren Admin überholt. Ich muss dazu allerdings sagen, dass ich Mihr die 4-Töne gleichzeitig geschenkt hab... wenn ich merke, dass ich die dringend gebrauche, hol ich die aber nach. (hab ähnliches schon mit anderen Übungen gemacht)
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