Lektion 5 - 01/03/2006 01:28Vermutlich macht es mehr Sinn, die Lektionen in etwas gestraffterer Form zusammenzufassen als bisher. Einerseits will ich ja David-Lucas Burge und seine CDs hier nicht ersetzen und andererseits braucht man die vielen Worte gar nicht, um den prinzipiellen Weg zu zeigen.
Zu Anfang von Lektion 5 gibt's noch einen Hinweis, wie wichtig die Aufgabe der Zuordnung von Farben zu den einzelnen Tönen ist. Nicht, weil die Farbe für das Hören eine Rolle spielen soll, sondern weil es die Einführungsübung ist, die einem nahebringt, ganz genau hinzuhören und auf sehr feine Nuancen und Unterschiede zu achten.
Die 24 Lektionen des Kurses teilen sich in drei Phasen auf. Phase 1, mit der wir jetzt beginnen, ist die Vorbereitungsphase, die das Ohr empfindlicher für die kleinen Unterschiede im Klang der einzelnen Töne macht. Es ist nicht so, dass man die Töne der Reihe nach lernt, sondern es gibt eine bestimmte Schwelle der Empfindlichkeit, die man überschreiten muss, um absolut zu hören zu beginnen. Dann in Phase 2 kommen Übungen, bei denen man merkt, dass man immer besser in der Lage ist, die einzelnen Töne zu erkennen. Man muss das Ohr nur durch ein gewisses Maß an sorgfältigem Hören an diese Schwelle heranbringen. Die Erfahrung der unterschiedlichen Klangfarben kristallisiert sich in Phase 2 gewissermaßen und dann wird in Phase 3 das AG nochmals aufpoliert.
Ursprünglich gab es unterschiedliche Kurse für Pianisten, Gitarristen und andere Instrumentalisten. Diese wurden zusammengelegt, da sich gezeigt hat, dass jeder von den Übungen des anderen profitieren kann, auch ohne sie wirklich praktisch zu durchzuführen. Außer den Übungen für Solo-Pianisten/-Keyboarder und Gitarristen, gibt es welche für Teams am Klavier. Generell sollte man die mittlere Tonlage verwenden, da sehr hohe und sehr tiefe Töne schlecht zu erkennen sind. Dies gilt natürlich nicht für die Gitarre mit ihrem geringeren Tonumfang. Zusätzlich zu den Übungen gibt es Gehörtrainings-Meditationen. Diese sind so einfach, dass man sie leicht unterschätzt, obwohl sie sich wirklich als sehr wirkungsvoll herausgestellt haben.
Man sollte nie mehr als eine Lektion pro Tag machen und bei den Übungen immer frisch bleiben, also nicht zu lange. 10 - 15 Minuten täglich reichen aus. Die Geschwindigkeit, mit der der Kurs absolviert wird, kann individuell sehr unterschiedlich sein. Vielleicht geht es zu Beginn schneller, später kann es aber durchaus Tage bis Wochen dauern, bis eine Aufgabe gut genug gelöst wurde. Wichtig ist, dass man Schritt für Schritt vorgeht und mit der jeder Lektion erst beginnt, wenn die vorhergehende gekonnt wird.
Übungen:
Solo-Keyboard: Blind mit einer Hand gleichzeitig beliebige zwei weiße Tasten greifen, zwischen denen jeweils eine weitere weiße liegt (also große und kleine Terzen). In aller Ruhe hinhören und dann beide Töne singen, erst den unteren, dann den oberen. Es geht hier erst einmal ums genaue Hören und nicht darum, die Töne jetzt bereits zu erkennen.
Solo-Gitarre: Blind eine beliebige leere Saite spielen und am Klang erkennen. Keine Sorge, wenn das relative Gehör oder der Tastsinn ein wenig mithelfen. Auch hier geht es nur ums genaue Hinhören auf die Feinheiten des Klangs der speziellen Saite. Die Solo-Keyboard-Übung kann auch auf zwei Saiten der Gitarre gemacht werden (Anmerkung: Keine Ahnung, wie man so etwas blind macht, ohne zu wissen, was man da greift, bin aber auch kein Gitarrist).
Gehörtrainigs-Meditation: Über die Töne C und D meditieren, bis das Ohr sie quasi aufgesaugt hat. Die Töne vorstellen und dann singen, bevor man sie spielt oder auch nur vorstellen und dann spielen. Alles ganz langsam und meditativ!
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Frage an die Allgemeinheit - 03/03/2006 21:32Hallo zusammen,
mir ist klar, dass in den ersten 5 Lektionen noch nicht besonders viel Stoff zum Hören enthalten war, kommt aber auf jeden Fall in Kürze!
Bevor ich mir die Mühe mache, die weiteren Lektionen auch alle nochmal durchzuhören und zusammengefasst aufzuschreiben, interessiert mich, ob überhaupt die Notwendigkeit besteht oder ob meine Notizen im Blog schon ausreichen, die ja - nicht vom Anfang des Kurses an aber schon seit einigen Lektionen - mehr oder weniger das gleiche enthalten.
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Re:Frage an die Allgemeinheit - 04/03/2006 07:05Ich finde deine Arbeit super und würde es begruessen wenn du an der Zusammenstellung weiterarbeitest. Mit der kann man wirklich arbeiten!!
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Re:Frage an die Allgemeinheit - 04/03/2006 18:18Okay, dann mache ich mal weiter - alle paar Tage eine neue Lektion, so wie es gerade hinkommt!
Wäre übrigens super, wenn du dich als regelmäßiger Besucher als Benutzer einträgst! Das gibt mir einen Überblick, wieviele wirklich Interessierte es gibt...
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Volker
Mitglied Expert Boarder
Re:Frage an die Allgemeinheit - 05/03/2006 20:16Also ich konnte bisher wirklich von dem Kurs profitieren. Man muß sich allerdings als Gitarrist eventuell eigene Übungen kreieren, da man nicht alles vom Piano einfach so übernehmen kann. Z.B. kann man bei der Gitarre in Normalstimmung immer auch ohne hinzusehen, allein aus der Fingerstellung der linken Hand erkennen ob man eine große oder kleine Terz spielt.Da die Gitarre auf dem Schoß liegt, weiss man auch mit verschlossenen Augen immer wo man sich in etwa auf dem Griffbrett befindet, man weiss also auch in etwa die in Frage kommenden Töne. Voraussetzung dafür ist natürlich, dass man das Griffbrett auswendig kennt. Die Leerseiten der Gitarre kennt man natürlich auch auswendig, sind ja nur 6. Man kann sie außerdem auch taktil erkennen ,da sie aus unterschiedlichem Material sind und verschieden dick sind. Als Anregungen waren die Lektionen aber bisher wirklich super und ich würde mich auch über weitere Lektionen freuen. Wenn ich gut drauf bin, was glücklicherweise meistens der Fall ist, kann ich jetzt schon mehr als die Hälfte der Töne ohne Hilfsmittel frei singen. Natürlich gibt es da die Versuchung das relative Gehör einzuschalten, es gibt ja kaum was leichteres als z.B. kleine und große Sekunden zu singen.So würde ich dann wahrscheinlich alle Töne frei singen können, aber ich will natürlich den direkten Zugang zu jedem Ton!
Mein Ziel ist es, spätestens im April ein stabiles aktives absolutes Gehör mit direktem und schnellem Zugang zu jedem Ton zu haben.
Bedanken möchte ich mich aber jetzt schon bei Wolfram. Ich habe jetzt schon eine viel intensivere Beziehung zur Musik. Einer der Stärken die direkt mit dem AG in Zusammenhang stehen sind die Fähigkeit viel schneller und effektiver zu Üben, da man alles viel schneller und genauer analysieren kann. Man kann auch viel besser Musik mit Hilfe der eigenen Vorstellung, der eigenen INNEREN STIMME singen, und diese dann direkt auf das INSTRUMENT ÜBERTRAGEN.
Ich freu mich auf meine nächtlichen Träume in Fis!!!
An alle Leute die dieses Forum interessiert, stezt Links wo immer es Sinn macht!!!!!(oder spendet Geld damit Wolfram sich Begriffe bei Google kauft.)
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Volker
Mitglied Expert Boarder
Re:Frage an die Allgemeinheit - 05/03/2006 20:17
Post geändert von: Volker, am: 05/03/2006 20:19
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